Wassertraining mit dem Pferd

Viele Pferde haben Angst vor Wasser. Rabella war zu Beginn gerade bei kleinen plätschernden Bächen auch sehr nervös. Daher haben wir uns langsam vorgetastet und sie versucht, an das Wasser zu gewöhnen. Wie uns das gelungen ist und warum sie neuerdings an keiner Pfütze vorbei kommt – erzählen wir euch hier. Zum Schluss haben wir noch unsere Top 5 Tipps fürs Wassertraining zusammengefasst.

Vom Angsthasen zur Wasserratte. Foto: Haflinger Austria

Vom Angsthasen zur Wasserratte. Foto: Haflinger Austria

Bei unserem ersten Bachspaziergang prustete Rabella wild wie ein Drache. Das Wasser machte sie nervös und sie konnte sich nicht vorstellen, den dunklen, schlammigen und für sie gefährlich scheinenden kleinen „Bach“ zu überqueren. Also machte ich es ihr vor und ging voraus. Sie schaute mich nervös an und ich schenkte ihr Zeit. Rabella wusste das zu schätzen und begann, das Wasser aus dem Bach zu trinken. Denn, eins kann ich euch sagen: Rabella trinkt irrsinnig gern! Sie liebt es und trotzdem wollte sie keinen Huf ins Wasser setzen. Als sie fertig getrunken hatte, bat ich sie, mir an die andere Seite zu folgen. Sie setze die Hufspitze ins Wasser und ich belohnte sie dafür. Danach entschied sie sich, den Huf wieder ins Trockene zu stellen. Sie überlegte kurz und hat sich dann voller Mut dafür entschieden, dass sie wieder eine Belohnung möchte, also setzte sie nun beide Hufe ins Wasser und erhielt dafür einen „Click“. Danach ging es schnurstracks durchs Wasser.

Seither nutzen wir beim Spazieren jede Wasser-Pfütze zum Durchmarschieren und Üben. Und wisst ihr was? Rabella findet Wasser mittlerweile total spannend und interessant. Sie spielt neuerdings sogar mit jeder Pfütze und schlabbert mit den Lippen darin, bevor sie gelassen und selbstverständlich durchmarschiert. An der Hand klappt das schon wunderbar. Ob es beim Reiten auch so toll funktioniert, wissen wir bisher noch nicht. Ich denke aber, sie ist auf jeden Fall gut dafür vorbereitet und wir sind bereits durch viele Pfützen geritten – allerdings durch keinen Bach.

Wenn du keine Möglichkeit hast, in Pfützen zu üben und es gerade sehr trocken ist, könntest du dir mit einer Plane eine kleine Wasserpfütze zum Üben in der Bahn anlegen. So habt ihr Gelegenheit, euch mit dem Wasser auseinanderzusetzen. Das Wichtigste ist dabei, ruhig und entspannt zu bleiben und dem Pferd Zeit zu geben. Es soll sich in Ruhe mit dem Wasser konfrontieren und es neugierig entdecken können. Bestimmt wird es dann bald merken, dass Wasser jede Menge Spaß machen kann. Wir wünschen euch viel Spaß beim Entdecken – hier unsere 5 best of Tipps fürs Wassertraining:

  • Nimm dir Zeit!
  • Bleib ruhig und entspannt.
  • Spazieren gehen und an der Hand jede Gelegenheit bzw. jede Pfütze nutzen, um zu üben.
  • Positiv bestärken und mutige Schritte belohnen.
  • Kein unnötiger Druck oder Stress! Nimm’s locker.

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