Das Rezept für einen guten Fellwechsel

Der Fellwechsel kann zum Kraftakt werden. Damit meinen wir nicht, die in der Übergangszeit für uns oft schweißtreibende Fellpflege, sondern all die komplizierten Prozesse, die sich jetzt im Körper deines Pferdes abspielen, um sich bestmöglich für die karge und kühle Winterzeit zu rüsten.

Warum du den Fellwechsel nicht auf die leichte Schulter nehmen solltest

Die Nächte werden kühler und daher ist es jetzt wichtig für deinen Schatz, langsam in den kuscheligen Winterpelz zu schlüpfen. Alle Kommandos im Körper deines Pferdes sind auf die Umrüstung für die kalte Jahreszeit programmiert. Leider ist das alles aber gar nicht so einfach! Während wir einfach in unsere wärmenden Jacken schlüpfen, steckt bei unseren geliebten Hafis ein etwas komplizierter Prozess dahinter. Neue Haare müssen sich bilden und altes Fell abgeworfen werden. Zusätzlich bedeutet die Änderung der Jahreszeiten oft auch eine Futterumstellung. Rabella ist jetzt zum Beispiel nicht mehr so oft auf der Wiese und wird langsam wieder abgeweidet. Vom frischen, saftigen Gras, das sie noch vor wenigen Monaten zwischendurch genüsslich rupfte, wird sie nun nur noch träumen. Momentan kommt auch noch hinzu, dass es nachts kühl ist und tagsüber richtig heiß. Trotzdem gilt es sich, auf den Winter vorzubereiten und gesundes, dickes Winterfell aufzubauen.

Altes Fell fällt aus, neues bildet sich nach. Mit Hilfe von eurer täglichen Putzroutine könnt ihr das Pferd beim Fellwechsel unterstützen. Foto: Haflinger Austria

Altes Fell fällt aus, neues bildet sich nach. Mit Hilfe von eurer täglichen Putzroutine könnt ihr das Pferd beim Fellwechsel unterstützen. Foto: Haflinger Austria

Hört sich alles irgendwie super anstrengend an, oder?

Genau das würden unsere Pferde wohl auch sagen. Tun sie sogar manchmal, wenn sie in der Übergangszeit mal müde und schlapp sind. Denn diese ganze Umprogrammierung und die intensiven Vorbereitungen auf die karge Winterzeit kostet vor allem: Kraft, Energie und Nährstoffe. Wobei wir schon zum springenden Punkt kommen: Wie können wir unsere Pferde nun bestmöglich in dieser kraftraubenden Zeit unterstützen und was gilt es dabei zu beachten? Daher möchten wir euch heute einen Einblick in unser „Rezept“ zum Fellwechsel geben.

Das kommt jetzt in den Futtertrog

Bei der Haarproduktion spielen unter anderem Spurenelemente wie Zink, Kupfer und Selen, ungesättigte Fettsäuren und Vitamine eine besondere Rolle. Ihr könnt euch das so vorstellen, dass all die komplizierten Prozesse, die am Fellwechsel des Pferdes beteiligt sind, wie Zahnräder ineinander verzahnt sind. Jetzt gilt es alle Räder bestmöglich zu versorgen, denn nur so kann der Fellwechsel effizient von statten gehen. Also verraten wir euch jetzt mehr zu unserem Rezept für einen reibungslosen Fellwechsel. Dieses Rezept gilt als Ergänzung in der Übergangszeit. Eine ausgewogene Fütterung ist das ganze Jahr über wichtig und sollte neben ausreichend Bewegung für eure Pferde immer oberste Priorität haben.

Rabellas Fellwechsel-Booster

Rabella wird das ganze Jahr über mit natürlichen Mineralstoffen zusätzlich zum Raufutter versorgt. Da sie es vom Vorbesitzer so gewohnt ist bekommt sie ausnahmsweise eine Mini-Hand Hafer zum Frühstück. In der Übergangszeit setzen wir auf einen zusätzlichen Booster bestehend aus natürlichen Kräuter- und Vitalstoffbomben zur Stärkung des Immunsystems und zur Unterstützung von Leber und Niere. *Unser Rezept gilt für eine Tagesration und gilt für eine mehrwöchige Kur.

Unser Rezept für einen guten Fellwechsel. Foto: Haflinger Austria

Unser Rezept für einen guten Fellwechsel. Foto: Haflinger Austria

Ihr seht wir setzen auf die Kraft der Natur und hochwertige und ausgewählte natürliche Zutaten sind uns sehr wichtig. Hier möchten wir euch Schritt für Schritt mehr über die ausgewählten Zutaten erzählen.

Rabella frisst das Naturmoor von Sonnenmoor sehr gerne, obwohl sie sonst sehr mäkelig ist. Foto: Haflinger Austria

Rabella frisst das Naturmoor von Sonnenmoor sehr gerne, obwohl sie sonst sehr mäkelig ist. Foto: Haflinger Austria

Zutat 1: Naturmoor

Habt ihr eure Pferde schon mal dabei beobachtet, wie sie an der Erde oder anderen natürlichen Böden schlecken? Pferde sind darauf ausgerichtet, sich wertvolle Inhaltsstoffe aus der Natur zu holen. Genau darauf basiert das Naturmoor. Das Moor für Pferde von SonnenMoor ist ein reines Naturprodukt und enthält nicht nur wichtige Mineralstoffe und Spurenelemente, sondern wirkt sich auch positiv auf Verdauung und Immunsystem aus. (Hier ist der Link: Für alle, die mehr über das Naturmoor für Pferde erfahren wollen, gibt es mehr Informationen direkt auf der Seite von SonnenMoor)

Wir kennen dieses Produkt schon seit Jahren und unsere geliebte Sissy hat es immer gerne gemocht. Sie hat es sogar pur getrunken und wir konnten schon mehrmals feststellen, dass das Moor von Pferden sehr instinktiv aufgenommen wird. Ich bin seit jeher ein großer Fan von diesem tollen Produkt, das im Grunde die hochkonzentrierte Kraft der Natur aus Erde und Pflanzen enthält.

Zutat 2: Natürliche Kräuter und zusätzliche Vitamine

Zusätzlich haben wir im Fellwechsel mit entgiftenden Kräutern und zusätzlichen Vitaminen sehr gute Erfahrungen gemacht. Kurweise schwören wir unter anderem auf den Leber- und Nierensaft von Ewalia, Dieser ist gut zu dosieren und ideal auf Pferde abgestimmt. Leber und Niere sind für die Entgiftung im Pferdekörper zuständig. Daher greifen wir kurweise in stressigen Zeiten, wie dem Fellwechsel oder zum Beispiel auch als Rabella bei uns eingezogen ist, darauf zurück. Denn, jede Umstellung bedeutet Stress und eine zusätzliche Belastung. (Hier ist der Link für alle, die mehr über den Leber- und Nierensaft erfahren möchten)

Gern verwenden wir auch eine hochwertige Vitalstoffmischung mit natürlichen kaltgepressten Kräutern, die wir übrigens auch selbst gerne zu uns nehmen. Denn, nur wenn das Pferd gut versorgt ist – auf allen Ebenen – kann der Stoffwechsel gut funktionieren. Wenn ihr genauere Informationen zur Vital- und Kräutermischung haben möchtet, schreibt uns an hallo@haflinger-austria.at.

Profi-Tipp: Manche Pferde haben übrigens einen erhöhten Vitamin B-Bedarf, wie unsere geliebte Sissy zum Beispiel, die unter Magenproblemen litt.

Leinsamen und Körner können eine sinnvolle Ergänzung sein. Foto: Haflinger Austria

Leinsamen und Körner können eine sinnvolle Ergänzung sein. Foto: Haflinger Austria

Zutat 3: Samen und Körner

Sonnenblumenkerne zeichnet sich besonders durch ihren hohen Eiweißgehalt von  aus. Sie sind besonders reich an der essenziellen Aminosäure Methionin und enthalten weder Stärke noch Zucker. Wir kombinieren Sonnenblumenkerne mit Leinsamen und machen uns daraus gerne unsere eigene Mischung, denn auch Leinsamen sind ein wertvoller Omega3-Lieferant und die darin enthaltenen Schleimstoffe wirken sich zusätzlich positiv auf die Verdauung aus. Aufgrund der Schleimstoffe enthält Rabella die Leinsamen getrennt als Snack nach der Arbeit, damit die Kräuter- und Naturmoorkur noch besser anschlägt, erhält sie diese mit ihrem Frühstück 😉

Die ganzen Früchte als auch die getrockneten Schalen können gefüttert werden. Foto: Haflinger Austria

Die ganzen Früchte als auch die getrockneten Schalen können gefüttert werden. Foto: Haflinger Austria

Zutat 4: Hagebutten als Belohnung

Hagebutten sind ein sinnvolles und natürliches Leckerli, denn sie enthalten wertvolle Vitamine. Rabella liebt ihre kleine Belohnung für Zwischendurch und knabbert liebend gerne ihre getrockneten Hagebutten. ACHTUNG: Hagebutten enthalten Zucker und sind für leichtfuttrige Hafis durchaus schon eine „Süßigkeit“. Daher achten wir darauf, nie mehr als drei Hagebutten pro Tag zu füttern. Die Hagebutten könnt ihr in jedem gut sortierten Futterladen kaufen, oder selbst trockenen.

 

*Werbung, enthält Markennennungen.

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