Frühling und Kotwasser? Das hilft!

*Kotwasser ist ein Problem, mit dem besonders um diese Jahreszeit viele Pferde zu kämpfen haben: schwankendes Wetter, Frühlingsgefühle, Fellwechsel, Futterumstellung, erste heiße Tage… der Frühling kann für ein Pferd ganz schön anstrengend sein.

Ursachen für Kotwasser gibt es viele und diese sind meist sehr komplex. So kann beispielsweise Stress, Kreislaufprobleme oder Futterqualität mögliche Ursachen sein. Wir möchten heute das Hauptaugenmerk auf die Darmgesundheit und Fütterung legen, denn dies sind die Hauptursachen für Kotwasser. Bitte denkt aber auch daran, andere Ursachen wie Parasiten, eine Störung der Darmflora durch Medikamente oder eine problematische Grundfutterqualität, sowie die Trinkwasserqualität zu beachten und auch diese Faktoren zu kontrollieren. Es empfiehlt sich in diesem Zusammenhang eine Heuanalyse durchzuführen, mögliche Stressfaktoren oder zu lange Abstände bei der Futteraufnahme zu reduzieren, das Trinkwasser zu überprüfen und jede Futterumstellung langsam durchzuführen. Auch die jährliche Zahnkontrolle hilft dabei, Kotwasser vorzubeugen und ist ein wesentlicher Faktor in der Prävention. Aber nun genug von den vielfältigen Ursachen, lasst uns einen Blick auf die Lösungen werfen.

Sand binden und ausscheiden

Nehmen Pferde vermehrt Sand beim Fressen auf, kann auch das über einen längeren Zeitraum Kotwasser auslösen, denn der Sand greift den Darm an. Durch seine Grobkörnigkeit ist Sand wie „Schleifpapier“ für den Darm. Wir empfehlen daher präventiv, ein- oder zweimal pro Jahr eine Darmreinigung zu machen, in dem man Schleimstoffe füttert und den Körper dabei unterstützt, die Ablagerungen zu binden und auszuscheiden. Wir verwenden hierfür eine spezielle Flohsamen- und Kräutermischung – wenn ihr euch dazu informieren wollt schreibt uns bitte unter hallo@haflinger-austria.at.

Gesundheit geht durch den Magen: Mit der Darmreinigung legst du einen wesentlichen Grundstein. Foto: Haflinger Austria

Gesundheit geht durch den Magen: Mit der Darmreinigung legst du einen wesentlichen Grundstein. Foto: Haflinger Austria

Stress reduzieren

Achtet in der Herdenzusammensetzungen darauf, den sozialen Stress zu minimieren und genügend Rückzugsmöglichkeiten anzubieten. Auch rangniedrige Pferde sollten ausreichend Zugang zu Futter und Tränken haben. Stress lässt sich auch im Training reduzieren – und hier ist nicht unbedingt ausschließlich die Turniersaison gemeint, sondern auch im täglichen Umgang könnt ihr durch Ruhe und Sicherheit weniger Stress durch das gemeinsame Training hervorrufen. Jedes Pferd ist anders, achtet also darauf, was mögliche Stressfaktoren für euer Pferd sein könnten und wie ihr diese gezielt minimieren könnt oder das Pferd sanft an das Training gewöhnt. 

Das Foto stammt von Rabellas Eingewöhnung in der Herde. Alle waren ihr dicht auf den Fersen. Mit einer sanften Form der Eingewöhnung konnten wir auch in dieser sensiblen Phase Stress reduzieren und mittlerweile ist sie gänzlich angekommen. Foto: Haflinger Austria

Das Foto stammt von Rabellas Eingewöhnung in der Herde. Alle waren ihr dicht auf den Fersen. Mit einer sanften Form der Eingewöhnung konnten wir auch in dieser sensiblen Phase Stress reduzieren und mittlerweile ist sie gänzlich angekommen. Foto: Haflinger Austria

Natürliche Mittel gegen Kotwasser

Auf der Suche nach einem natürlichen Weg, Pferde bei Kotwasser und anderen Stoffwechsel- und Darmproblemen zu unterstützen, sind wir auf einen echten österreichischen Tausendsassa gestoßen – den wir nun schon seit Jahren erfolgreich in der Pferdefütterung einsetzen. Deshalb möchten wir unsere Erfahrungen mit euch teilen, weil wir von diesem Produkt einfach extrem überzeugt sind. Im Naturmoor von Sonnenmoor steckt eine geballte Ladung Mineralstoffe, Spurenelemente, Bitterstoffe, wichtige Kräuter und Vitamine. Für uns gibt es einfach nichts natürliches als das Naturmoor zu füttern. Zusätzlich handelt es sich hierbei auch noch um ein regionales Produkt aus den Salzburger Voralpen. Wir sind überzeugt davon, dass für unsere heimischen Pferde auch heimische Produkte am besten geeignet sind und diese ihren natürlichen Bedürfnissen am meisten entsprechen. Bestimmt habt ihr eure Pferde schon mal am Waldrand am Boden und den Wurzeln knabbern sehen und genau auf diesem Fütterungsbedürfnis, das wir in der zivilisierten Pferdehaltung nicht mehr decken können, beruht das Naturmoor.  Das Naturmoor versorgt das Pferd nicht nur mit wertvollen Vitalstoffen, sondern wirkt auch kotverfestigend, entgiftend und entzündungshemmend. 

Mit den natürlichen Produkten von Sonnenmoor das Kotwasser in den Griff bekommen und unterstützen. Foto: Haflinger Austria

Mit den natürlichen Produkten von Sonnenmoor das Kotwasser in den Griff bekommen und unterstützen. Foto: Haflinger Austria

Zusatz-Tipp, wenn dein Pferd wirklich unter starkem Kotwasser leidet, haben wir mit der zusätzlichen Gabe von Kälber-Moor gute Erfahrungen gemacht. Lasst euch nicht vom Namen irritieren, es kann natürlich auch bei Pferden verwendet werden. Der Name kommt lediglich von Kälberruhr einer starken Durchfallerkrankung und ist somit optimal auf die Bedürfnisse von Tieren mit Kotwasser und Durchfallerkrankungen abgestimmt. Wichtig ist, dass es in Kombination mit dem Naturmoor gefüttert wird, denn nur dann entwickelt es seine volle Wirkung. Es handelt sich beim Kälber-Moor um einen flüssigen Kräuterauszug. Die enthaltenen Kräuter Blutwurz, Anserine, Hirtentäschel, Kamille, Schafgarbe und Brombeerblätter wirken kotfestigend und unterstützen Darm und Verdauung. Das macht das Kälber-Moor für uns zum echten Geheim-Tipp und Problemlöser in Akutphasen.

Das Pferd weiß, was am besten ist

Auf diesem Konzept solltet ihr eure Fütterung anpassen, was nicht heißt, dass ihr maßlose Völlerei betreiben sollt oder das Pferd mit dem Lieblingssnack vollstopfen solltet. Nein, es bedeutet eurem Pferd ausreichend Raufutter zur Verfügung zu stellen, sodass es selbst entscheiden kann, ob es eine Fresspause einlegt oder nicht. In unserem Offenstall gibt es ein ausgeklügeltes Raufensystem mit Zeitschaltung und Heunetz, was sich für die Herde als ideale Lösung zeigt. Wer zusätzliche Pausen braucht, macht zusätzliche Pausen und „verfressene“ Pferde, legen dadurch auch Pausen ein und entwickeln einen gesunden Fressrhythmus. Die Zeitschaltuhr wurde auf Basis von Beobachtungen eingestellt und wird immer wieder optimiert und angepasst. 

Doch nicht nur in Sachen Raufutter, sondern auch bei der zusätzlichen Futtergabe sollte die Natur immer unser Vorbild sein. Wir würden daher nie einen kunterbunten Müsli-Mix verfüttern, sondern greifen beim Thema Zusatzfütterung lieber zum bereits erwähnten Naturmoor, das unseren Ansprüchen entspricht. Denn Pferde knabberten seit jeher am Waldboden und buddelten sich dabei regelrecht die Nährstoffe heraus, die sie brauchten. Heute ist dies in der Form nicht mehr möglich, daher erscheint uns das Moor als sinnvolle Alternative.

Ihr seid ein Team also hör deinem Pferd zu! Foto: Haflinger Austria

Ihr seid ein Team also hör deinem Pferd zu! Foto: Haflinger Austria

Wann den Tierarzt rufen?

Kotwasser benötigt nicht zwingend einen Tierarzt, sollte aber gleichzeitig Fieber bei deinem Pferd auftreten, solltest du allerdings auf jeden Fall den Tierarzt rufen. Auch wenn es sich um ein Fohlen handelt, oder dir ein reduziertes Wohlbefinden bei deinem Pferd auffällt wie zum Beispiel verminderter Appetit oder vermehrte Lustlosigkeit. Sind mehrere Pferde gleichzeitig betroffen, ohne dass eine Futterumstellung vorgenommen wurde, solltest du auch den Tierarzt holen – oder wenn ihr bereits seit einiger Zeit mit Durchfall kämpft und ihn einfach nicht los werdet. Du als Pferdebesitzer kannst am besten einschätzen, wenn etwas mit deinem Pferd nicht stimmt. Hör auf dein Gefühl und im Zweifelsfall lieber einmal öfter einen Tierarzt holen als einmal zu wenig.

Wir wünschen euren Pferden damit einen Kotwasser-freien Frühling und euch einen gesunden Start in die warme Jahreszeit mit wunderschönen Ausritten, Spaziergängen und Training an der frischen Luft. Und: So ohne Kotwasser lassen sich die Vorzüge des Frühlings mit Pferd richtig genießen, denn es gibt wohl kaum eine schönere Jahreszeit für ausgedehnte Ausritte und konzentriertes Arbeiten in der Bahn.

*Werbung da Namensnennung, enthält unsere ehrliche Meinung

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